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Rollsport > Geschichte

Geschichte des RSM Schenkon


Der Internationale Rollstuhlmarathon Schenkon basiert auf der Initiative von von André Deville (Kriens) und Robert Kaufmann (Schenkon). Gemeinsam verfolgten und realisierten sie vor 25 Jahren die Idee einer Grossveranstaltung für Behindertensportler.

Ende Oktober 1985 waren die Schlüssel-Positionen besetzt mit Heinrich Estermann (Präsident), André Deville (Sportchef), Robert Kaufmann (Vizepräsident und langjähriger Präsident des Skiclub Schenkon). Mit Unterstützung von Dr. med. Guido A. Zäch und weiteren Persönlichkeiten aus der Region, der Schweizer Paraplegiker-Stiftung sowie des Skiclub Schenkon mit seiner grossen Anzahl an engagierten Mitgliedern, gelang es innert kurzer Zeit, die nötigen Personalressourcen bereitzustellen.

Die erfolgreiche Premiere im Mai 1986, samt attraktivem Rahmenprogramm, bildete den Grundstein für eine kontinuierliche Aufwärts-Entwicklung. Heute ist der Internationale Rollstuhlmarathon Schenkon als bekannter und etablierter Behindertensport-Anlass und mehr wegzudenken. Lokal verankert, geniesst der Internationale Anlass einen hervorragenden Ruf.

Der alle zwei Jahre stattfindende RSM Schenkon (mit Oensingen/CH jeweils alternierend) ist neben dem Marathon von Oita in Japan ein reiner Rollstuhlanlass. Dies ist einzigartig. Daneben gibt es die bekannten Fussgänger-Marathons wie Berlin, Paris, London und New York wo jeweils auch Rollstuhlleichtathleten und Handbiker am Start sind.

Meilensteine der Geschichte

2014

Am 25. Mai 2014 erfolgte der Startschuss durch Durchführung des 15. Int. Rollstuhlmarathon Schenkon.

Einmal mehr waren über 200 Athleten und Athletinnen aus mehr als 25 Nationen in Schenkon am Start. Die Sportler fuhren am Sonntagnachmittag ab 13.30 Uhr in spannenden Massenstart-Rennen um den Sieg in ihrer Kategorie, aber auch um EM- und WM Qualifikationspunkte. Nebst Spitzensport gab es am 25. Mai auch Breitensport zu geniessen. Ab 9 Uhr erfolgten für rund 160 Kinder und Jugendliche aus Schenkon die Sprintwettkämpfe zum «Schnöuschte Schänker» mitten im Start-/Zielgelände des Rollstuhlmarathons. Weitere Spitzenkämpfe gab es erstmalig im Anschluss an den Rollstuhlmarathon am späteren Nachmittag zu erleben. Mit der Swiss-Skate-Tour wurde ein Gastanlass in den Rollstuhlmarathon integriert, der zum Ziel hatte, dass auch Inlinefahrer in den Kategorien Kids sowie Breiten- und Spitzensport ihre Skater-Rennen auf der schönen Strecke rund um den Sempachersee durchführen konnten.

An diesem wunderschönen 15. RSM Wettkampf-Sonntag konnten alle Besucher, Festbesucher, Sponsoren und Gäste einen höchst interessanten und abwechslungsreichen Sportanlass erleben. Top-Speed und Action waren angesagt. Dazu gab es ein vielfältiges musikalisches und kulinarisches Rahmenprogramm, sowie für die Jugendlichen einen tollen Fun-Park mit vielen Aktivitäten, im Festgelände zu geniessen.

Rangliste RSM 2014

2012

Unter der Leitung des neuen OK Präsidenten Franz Steiner erfolgten einige strategische Änderungen im Gesamtkonzept des Rollstuhlmarathons. Der Trend zeigt eine kontinuierliche Steigerung der Anzahl Handbikes, welche an RSM-Rennen teilnehmen. Diese Rennportgeräte sind grösser als die klassischen Rennrollstühle, brauchen mehr Platz und fahren erheblich schneller. Durch die Verschiebung des Marathons vom Samstag Nachmittag auf den Sonntag, wurde es möglich, die Vollstreckensperrung rund um den Sempachersee zu realisieren. Damit konnte das grosse Ziel „unfallfreie Rennen“ für die höchst anspruchsvollen und schnellen Rennen, erreicht werden. Die Änderung ermöglichte zudem die Durchführung des Leichtathletikanlasses „De schnöuscht Schänker» mit rund 120 jugendlichen SprinternInnen aus Schenkon am Sonntagmorgen im Start und Zielraumes des RSM.

Ein unterhaltsames und attraktives Festprogramm mit Funpark, Musik und kulinarischer Verpflegung lockte eine grosse Besucherschar ins Festgelände in Schenkon, was besonders die Athleten und Sponsoren erfreut hat.

Rangliste RSM 2012

2010

Um den Start und das Ziel praktisch an einem Ort zu vereinen wurde die Marathonstrecke um eine «Schlaufe» in Sursee erweitert. Neu führte das Rennen in Sursee über den Märtplatz in die Ringstrasse und mündete wieder in die gewohnte Streckenführung Richtung Schenkon. Es gab einen Schweizer-Doppelsieg im Marathon: Marcel Hug und Sandra Hager. Unter den Siegern in den verschiedenen Handbike-Kategorien waren auch hier einige SchweizerInnen: Pia Schmid (WH1), Ursula Schwaller (WH2), Sandra Graf (WH3), Meinrad Müller (MHOpen).

2008

Mit der Änderung der Strecke führt neu die Zieleinfahrt direkt ins Festgelände. Mit dieser Neuerung sind die Zuschauer noch mehr am Puls des Geschehens. Einmal mehr hiess die Siegerin bei den Frauen Edith Hunkeler. Die Luzernerin entschied den Marathon bereits zum 4. Mal für sich. Bei den Männern siegte der Spanier Roger Puigbo.

2006

Das Rennen wurde durch die Aufnahme in die «World Series» zusätzlich aufgewertet. Neu im Programm: offizieller Halbmarathon. Edith Hunkeler gelang ein «Hattrick» in Rekordzeit, während Ernst Van Dyk (Südafrika) in Schenkon seinen ersten Sieg feierte.

2004

Das neue OK (Leitung: Marcel Lattion) erlebte seine Feuertaufe. In Anwesenheit von Bundesrat und Sportminister Samuel Schmid siegte Edith Hunkeler,  nach eindrücklichem Solo, zum zweiten Mal in Serie, während bei den Männern mit Joel Jeannot ein Franzose auf Platz eins fuhr.

2002

Nässe und Kälte forderten den Teilnehmern alles ab. Saul Mendoza (Mexiko) und Edith Hunkeler errangen ihren ersten Erfolg. Parallel dazu wurde das erste Handbike-Rennen ausgetragen. Platz 1 im Einzelzeitfahren belegte Debütant Franz Nietlispach.

2000

Schenkon war Schauplatz einer veritablen Hauptprobe mit Top-Athleten aus 30 Ländern auf Limitenjagd für die Paralympics. Langstrecken-König Heinz Frei feierte den dritten Sieg in Folge und den insgesamt 80. in einem Marathon mit neuer Bestzeit: 1:21,10.

1998

Das OK wurde neu von Robert Kaufmann, geleitet. Erstmals gab es offiziell Preisgelder in Höhe von 26'000 Franken. Heinz Frei war nicht zu bremsen. Mit einem Stundenmittel von mehr als 30 km/h wurde er erneut Erster. Edith Hunkeler erreichte bei ihrem Einstand den 5. Platz.

1996

Der Anlass erhielt einen neuen Namen: Internationaler Rollstuhlmarathon Schenkon. Zweiter Streich von Heinz Frei. Er drückte den Streckenrekord auf 1:23,16. Das OK sammelte zugunsten der Daniela Jutzeler-Stiftung bzw. der Nachwuchsförderung.

1994

Trotz verschärfter Zulassungsbestimmungen waren 300 Athleten dabei. Einheimischer Doppelsieg: Nietlispach vor Frei. Daniela Jutzeler verpasste ihren ersten Erfolg bei den Frauen nur knapp. Wenige Monate später, im August, starb die 27jährige Rollstuhl-Athletin bei einem tragischen Verkehrsunfall.

1992

Die Teilnehmer und die Zuschauer wurden immer mehr. Rund 10'000 säumten die wellige Strecke um den Sempachersee. Zuoberst auf der Rangliste erschien diesmal der Name von Heinz Frei. Er bewältigte die 42,159 Kilometer in weniger als 90 Minuten.

1990

Der vierrädrige Rennrollstuhl hatte endgültig ausgedient. Mit Franz Nietlispach siegte erstmals ein Schweizer. Zudem wurden sämtliche Streckenrekorde unterboten. Neu im Programm: Schülerrennen und Sonntags-Ausflüge in der Zentralschweiz für Teilnehmer.

1988

Der Reiz eines neuartigen Anlasses sprach sich herum. Für die zweite Auflage hatten sich schon weit mehr als 200 Teilnehmer (aus 20 Nationen) eingeschrieben. Mustapha Badid (Frankreich) fuhr in neuer Weltbestzeit von 1:39:31 als Erster ins Ziel.

1986

Am 31. Mai, um 16 Uhr, fiel der Startschuss zum 1. Internationalen Marathon «Rund um den Sempachersee». 150 Athleten aus 14 Ländern in vierrädrigen Rollstühlen, teils Marke Eigenbau, bestritten das Rennen. Der Schnellste hiess André Viger und kam aus Kanada.